Republik Costa Rica. Mittelamerika 51.060 qkm Bevölkerungszahl 4.195.900 (Schätzung 2008) Hauptstadt San Jose. Einwohner: ca.350000 Ortszeit MEZ . Keine Sommer / Winterzeit Umstellung in Costa Rica. Differenz zu Mitteleuropa beträgt im Winter -7 Std. und im Sommer -8 Std Landessprache:Spanisch
Flächenmäßig so groß wie Niedersachsen gibt es nur wenige Länder, die an landschaftlicher Vielfalt mit dem mittelamerikanischen Land Costa Rica konkurrieren können: Während im Nordwesten noch die Vulkane spucken, und eine wilde Küstenlandschaft mit den schönsten Badebuchten jeden Besucher verzaubert, vereint die zentrale Hochebene eine Mischung aus tropischer Wildnis und moderner Stadtarchitektur. Die dichten Regenwälder des Hochlandes bieten etwa 300 Vogelarten eine Heimat. In der Hauptstadt San José begegnen Besucher dem lebendigen Trubel einer mittelamerikanischen Großstadt. Bei einem Spaziergang durch die schachbrettartig angelegten Straßen zwischen dem zentralen Parque Nacional und dem imposanten Teatro Nacional kann man das geschäftige Treiben am besten beobachten. Anschließend empfiehlt sich eine kleine Pause auf der Terrasse des Gran Hotel Costa Rica.
Aufgrund seiner Lage ist Costa Rica mit zwei grundverschiedenen Küsten gesegnet: Die Atlantikküste am Karibischen Meer präsentiert sich mit unberührten Naturstränden und durchaus karibischem Lebensgefühl der Einwohner. Taucher, Schnorchler, Natur- und vor allen Dingen Bananenliebhaber sind hier bestens aufgehoben. Im Hinterland erstrecken sich riesige Bananenplantagen; von dort aus wird die ganze Welt mit den schmackhaften gelben Früchten beliefert. Die Strände der Pazifikküste lassen Urlaubsträume wahr werden: Feinster weißer Pulversand wie an der Playa Hermosa und palmengesäumte Promenaden laden zum kleinen Ausflug ins Paradies ein. Dazu lockt das Hinterland mit einer landschaftlichen Vielfalt zwischen texanischen Prärien und deutschen Voralpen. Angesichts dieses Facettenreichtums des Landes fällt die Entscheidung wirklich schwer, welche Region für einen Urlaub in Frage kommt. .
Essen & Trinken Costa Rica
Deftig, aber nicht scharf, so könnte man das Essen auf Costa Rica definieren. Wer es lieber etwas feurig mag, muss nachhelfen: Auf nahezu jedem Restauranttisch steht eine Flasche mit Lizano Salsa Extra. Typisch einheimische Küche findet man in den so genannten Sodas. Hier wird das nahrhafte Nationalgericht Gallo pinto, bestehend aus Bohnen, Reis, Eiern und Sauerrahm, durchaus schon zum Frühstück serviert. Nicht nur für Ehepaare wird mittags meist Casado, 'verheiratet', angeboten, eine Mischung aus Fisch, Fleisch, Reis und Kochbananen. Ebenfalls probieren sollte man Ceviche, kaltes Haifischfleisch, das mit Limonen gegart und mit Zwiebeln und Paprika eingelegt wird. Die Zeit bis zum Abendessen überbrückt man mit Tortillas, Tacos oder Tamales: Maismehlfladen oder Bananenblätter, die mit Fleisch, Oliven, Gemüse oder Zwiebeln gefüllt werden. Der Kaffee Costa Ricas gehört zu den besten der Welt und wird von den Einheimischen gerne am Nachmittag mit viel Milch und Zucker genossen. Eine vitaminreiche Erfrischung kann man sich mit den Frescos naturales gönnen, köstlichen Fruchtsäften, die mit Wasser, Milch oder Jogurt vermischt werden. Costaricanisches Bier wird eiskalt getrunken und ist ebenfalls sehr schmackhaft. Für europäische Geschmacksnerven etwas gewöhnungsbedürftig ist Guaro, ein aus Zuckerrohr gebrannter Schnaps. Als Urlauber kann man aber auch auf den landestypischen Kaffeelikör zurückgreifen
Als "Schweiz Südamerikas" wird Costa Rica oft bezeichnet, aber nicht nur wegen der Berge, sondern auch wegen seiner politischen Stabilität und des für Mittelamerika hohen Lebensstandards. Den Namen 'Reiche Küste' hat das Land Christoph Kolumbus zu verdanken, der bei der Entdeckung 1502 Gold und Edelsteine dort vermutete. Reich ist Costa Rica aber nicht nur an Bodenschätzen, sondern auch an seiner atemberaubenden, abwechslungsreichen Landschaft und vielfältigen Tierwelt. Bergland bestimmt überwiegend die Kulisse, ab und an unterbrochen von 70 aktiven und erloschenen Vulkanen. Der Chirripó ist mit 3.819 Metern der höchste Berg des Landes. An der karibischen Atlantikküste erstreckt sich ein tropisches Areal mit zahlreichen Sümpfen, Flüssen und Lagunen sowie wildromantischen Stränden. Die zentrale Hochebene wird mit der Hauptstadt San José, einigen Vulkanen und Kaffeeplantagen so weit das Auge reicht auch als Schatzkammer des Landes bezeichnet.
Über 95 Prozent der Bevölkerung sind Nachfahren spanischer Eroberer mit indianischen und spanischen Erbanteilen. Es fällt auf, dass die Menschen besonders selbstbewusst wirken: Sie sind stolz auf ihr Land, stolz auf ihre Demokratie und stolz auf ihre Freiheit. Viele haben den amerikanischen Lebensstil übernommen, besonders in großen Städten wie San José und Limón ist die Affinität zum großen Bruder Amerika nicht zu übersehen. Ihrer Vorliebe, viele Dinge zu verniedlichen, indem sie die Diminuitiv-Endung 'ico' anhängen, haben die Costa Ricaner zu verdanken, dass sie vor allen Dingen von ihren südamerikanischen Nachbarn liebevoll als 'Ticos' bzw. 'Ticas' bezeichnet werden.
Aktivitäten
Surfer aus der ganzen Welt kommen nach Costa Rica. Die Küsten sind gleichermaßen für Anfänger wie für Profis geeignet. Besonders der Stausee Lagune de Arenal in den Kordilleren von Guanacaste gilt aufgrund seiner steten Brise als wahres Paradies für Wellenreiter.
Taucher, Rafting- bzw. Kajakbegeisterte und Angler haben in Costa Rica ebenfalls gute Karten. Einige Abenteuerlustige überqueren sogar regelmäßig den Rio Chirripó mit einem Floß. Mountainbiking wird auch in Costa Rica immer beliebter, passende Fahrräder können in den meisten Strandorten oder im Landesinnern ausgeliehen werden. Mittlerweile werden auch organisierte Mountainbiketouren angeboten.
Wesentlich entspannter lässt sich der Tag im Balneario Tabacón verbringen. Dieses Schwimmbad, bei La Fortuna gelegen, wird auf natürliche Weise durch das 40 Grad heiße Wasser aus dem Volcán Arenal geheizt. Doch besonders reizvoll ist für Urlauber die Besteigung eines Vulkans, von denen reichlich aktive und inaktive in Costa Rica vorhanden sind. Generell gilt: Besucher sollten nie ohne Führer den Weg auf einen Vulkan antreten und möglichst früh vor Ort sein, da ab zehn Uhr morgens Wolken aufziehen und die Sicht auf den Krater und die Umgebung behindern können.