Chichén Itzá

Die ungefähr ab 400 n. Chr. von den Maya bewohnte Stätte wurde um 1000 vom Volk der Itzá eingenommen. Unter ihrem

toltekischen König Quetzalcóatl („Gefiederte Schlange“, in der Mayasprache „Kukulcán“) kam es zu einer Verschmelzung

von Maya- und Toltekenarchitektur.

Zu den archäologischen Schätzen Chichén Itzás, das in eine Süd- und eine Nordgruppe unterteilt wird, gehört die

Pyramide des Kukulcán (El Castillo, nicht zu besteigen). Über einen Gang an der Nordseite der Pyramide erreicht man

einen im Bauch des Gebäudes befindlichen, überbauten Tempel. In zwei Räumen warten die Opferfigur eines Chac Mool

sowie ein Jaguarthron auf die Besucher. Die insgesamt 365 Stufen der 30 m hohen Pyramide mit neun Terrassen

beziehen sich auf die Anzahl der Tage eines Jahres. Achten Sie auf die Einfassungen am Fußende der Treppen, nämlich

Schlangenköpfe mit geöffnetem Rachen. Zweimal im Jahr (am 21. März und 23. September) erweckt der Schattenwurf der

Sonne den Eindruck, als ob sich die Reptilien langsam vom Tempel herabwinden, ein unglaubliches Schauspiel, das

Tausende von Menschen anzieht.

In der Nähe des Castillo stößt man auf den Ballspielplatz (Juego de Pelota), mit 91 × 36 m nicht nur der größte des

Landes, sondern auch der am besten erhaltene.

Quer über den großen Platz gelangt man zum Tempel der Krieger (Templo de los Guerreros), ein von den Itzá überbautes

und erweitertes Mayagebäude. Auf einer 12 m hohen Pyramide stehen fein verzierte Säulen, die ursprünglich ein Dach

trugen. Das Portal des Mayatempels besteht aus zwei gewaltigen Schlangensäulen. Vor dem Eingang liegt eine Chac

Mool-Figur.

Interessantestes Gebäude der Südgruppe ist die Sternwarte, ein auch als Schneckenhaus (El Caracol) bekanntes

Bauwerk. Eine schmale Wendeltreppe führt ins Obergeschoss eines Turms. Das Observatorium wurde vermutlich als

astronomisches Messgebäude benutzt.  Musen Casa León Trotsky

Nachdem Leo Trotzki, Organisator der Oktoberrevolution und Gründer der Roten Armee, bei Josef Stalin in Ungnade

gefallen war, gewährte ihm Präsident Lázaro Cárdenas 1937 auf Bitten von Diego Rivera Asyl. Er wohnte zunächst bei

dem Künstlerpaar Rivera/Kahlo, baute dann ein Wohnhaus zu einer Festung um. Vergeblich: Trotzki wurde 1940 von

einem Agenten Stalins getötet. Sein Haus, in dessen Patio er bestattet ist, kann besichtigt werden Uxmal

Die Tempel von Uxmal (80 km südlich von Mérida) gehören zu den großen Höhepunkten der späten Mayaklassik. Die

Pyramide des Wahrsagers, auch Pyramide des Zauberers (Templo del Adivino bzw. Enano) genannt, 38 m hoch und mit

ovalem Grundriss, besteht aus fünf Gebäudekörpern, die innerhalb von drei Jahrhunderten entstanden, weil die aktuelle

Pyramide mit ihrem Tempel alle 52 Jahre überbaut wurde. Wasserfälle von Agua Azul

65 km von Palenque entfernt auf dem Weg nach San Cristóbal de las Casas führt eine 4-km-Abzweigung zum schönsten

Wasserfall des Landes, genauer zu 7 km langen, unzähligen Wasserfällen, die hellblau durch das dichte Grün sprudeln.

Die Vegetation ist üppig, die Wege matschig. Man geht an den zahlreichen Kaskaden hinauf, über notdürftige Brücken

und Steinplatten. Wanderer finden malerische Plätze zum Campieren. Einfache Restaurants und Erfrischungsstände sind

vorhanden, öffentlicher Verkehr nur auf der Hauptstraße. Einen einzigartigen Blick auf die lang gezogenen Kaskaden von

Agua Azul und die im Urwald versteckten Tempel und Paläste hat man aus der Luft. Wer von San Cristóbal nach

Palenque oder umgekehrt reisen will, kann sich auf den Flugpisten der beiden Orte nach vier- bis sechssitzigen

Flugzeugen erkundigen - Firmen und Privatflieger Monte Albán

Nur knapp 10 km von Oaxaca liegt eine der großartigsten Pyramidenanlagen Mexikos, das einstige Kultzentrum der

Zapoteken. In knapp 2000 m Höhe wurde von den ersten Siedlern des Tales, vermutlich Olmeken, die Kuppe des Monte

Albán, des „Weißen Berges“, abgetragen. Auf der so entstandenen 200 × 300 m großen Fläche errichteten sie Tempel

und Paläste. Wissenschaftler gliedern die geschichtliche Entwicklung Monte Albáns in fünf Phasen, die die Zeit von etwa

800 v. Chr. bis 1521 umfassen. Höhepunkt der Entwicklung war Monte Albán III (0-900): Zapoteken überbauten alte und

errichteten neue prächtige Bauwerke; der Platz nahm seine heutige Form an. In der Folgezeit wandelten die Mixteken die

Anlage in einen Bestattungsplatz um. Zu den interessantesten Bauwerken zählt das nördlich der Südplattform liegende

Observatorium (ca. 100 n. Chr.); wahrscheinlich diente der Tempel mit zugespitztem Grundriss zur Himmelsbeobachtung;

ein Tunnel führt quer hindurch. Noch aus Monte Albán I stammt das Gebäude der Tänzer (danzantes) an der südlichen

Westseite, in dessen Innerem sich Reliefplatten mit olmekisch aussehenden Menschenfiguren befinden Parque Museo La

Venta

Bei Erdölbohrungen 1938 stießen Arbeiter im 130 km entfernten La Venta auf eine Sensation. 3000 Jahre alte

Monumentalskulpturen der Olmeken aus Basalt und Granit traten ans Tageslicht, das Vermächtnis der vermutlich

ältesten Hochkultur Amerikas: 25 t schwere und bis zu 2,70 m hohe Riesenhäupter mit fremdartigen Gesichtszügen,

aufgeworfenen Lippen und breiten Nasen. Neben kleinfigürlichen Darstellungen wurden auch Gräber und Opferstätten

ausgegraben, Altäre in Form von weit geöffneten Rachen. Von La Venta wurden die Kolosse nach Villahermosa gebracht.

Auf einem großen Gelände schuf der landesweit angesehene Poet Carlos Pellicer Cámara ein Freilichtmuseum von

Weltrang. 33 der Monumentalskulpturen wurden in einer Art tropischem Naturpark aufgestellt. Ein Zoo zeigt die Tiere des

Dschungels, dazu eine große Vogelvoliere. Ruinas de Palenque

Der Rundgang durch die Tempelanlage sollte möglichst früh beginnen, weil es in Palenque mittags sehr schwül wird.

Regenjacke und Insektenschutzmittel gehören im Sommer zur Besichtigung dazu. Zu dem berühmten Tempel der

Inschriften (Templo de las Inscripciones), 21 m hoch, führt eine steile Treppenanlage über acht Plattformen, ein bequemer

Aufgang verläuft an der Rückseite. Fünf Eingänge zieren den Tempel, an dessen mittlerer Wand 617 Hieroglyphen

prangen. Diese gaben dem äußerst eindrucksvollen Gebäude seinen Namen.

Ein 1949 entdeckter Schacht führte den mexikanischen Archäologen Alberto Ruz Lhuillier durch das Innere der Pyramide

zu einer unter der Erdoberfläche gelegenen Krypta (nur zu bestimmten, wechselnden Zeiten). In einem steinernen

Sarkophag lag der Priesterherrscher Pacal (615-683 n. Chr.) begraben. Man darf die restaurierte Treppe hinuntersteigen

und sich die berühmte Abdeckplatte aus Stein ansehen.

Ein wundervoller Blick ergibt sich vom Eingangsbereich des Tempels auf den gegenüberliegenden Großen Palast (El

Palacio). Dieser ist der größte Gebäudekomplex der Anlage. Auf einer über 100 m langen Plattform gruppieren sich

zahlreiche Bauten um vier Innenhöfe. Ein über 15 m hoher Turm (Observatorium) kann von Schwindelfreien erklommen

werden. Im gesamten Palastbereich, der auch Wohn- und Baderäume umfasst, sind Reste von Stuckdekorationen und

Farbbemalungen zu erkennen. Hinter dem Palast stößt man auf den unterirdischen Aquädukt der Maya, mit dem der

Otulum kanalisiert worden war.

Jenseits des Flusses liegen auf Hügeln drei zauberhafte Bauten. Der Tempel der Sonne (Templo del Sol) verfügt über

einen sehr gut erhaltenen Dachkamm (crestería). Seinen Namen erhielt das 692 errichtete Gebäude von einem

Sonnenrelief, das die Rückwand des Tempels ziert.

Kehrt man ans andere Ufer des Flusses zurück, findet man auf dem weiteren Weg durch die Zeremonialstätte die

Nordtempel, fünf Gebäude in einer Reihe. Davor liegt ein spektakulärer Bau, der Tempel des Grafen (Templo del Conde),

benannt nach dem österreichischen Mayaforscher Graf Friedrich von Waldeck, der mehrere Jahre mit seiner Gefährtin auf

dem Dach des gut erhaltenen Bauwerks campierte. Als man 1994 unter dem Tempel XIII (westlich neben der Pyramide

der Inschriften) einen weiteren Sarkophag aus dem Jahr 700 mit dem Skelett einer Person mit einer Jademosaikmaske

und Edelsteinschmuck entdeckte (La Reina Roja), werden die Ausgrabungen verstärkt fortgesetzt. Man vermutet, dass

der zentrale Platz von Palenque die Nekropole der Herrscher gewesen sein könnte. .Chiapa de Corzo/Cañón del

Sumidero

60 km westlich von San Cristóbal, über eine landschaftlich schöne Serpentinenstrecke zu erreichen, liegt die 1528

gegründete Kolonialstadt Chiapa de Corzo an den Ufern des Río Grijalva. Das Städtchen verfügt über eine lebhafte plaza

und einige sehenswerte Kolonialgebäude. In Chiapa de Corzo kauft man die schönsten Lackarbeiten des Landes. Sogar

ein eigenes Museum ist dieser Kunst gewidmet: Das Museo de Laca (tgl. 9-19 Uhr) am Zócalo dokumentiert die Vielfalt

der verwendeten Farben und Muster. Gut und komfortabel übernachtet man im sehr empfehlenswerten Hotel La Ceiba (54

Zi. | Avenida Domingo Ruiz 304 | Tel. 01961/6160389 | Fax 6160773 | €).

Rustikale Lokale mit landestypischer Küche gruppieren sich um die Abfahrtsstelle der Boote in den Cañón. Zwei bis drei

Stunden dauert die Fahrt, besonders romantisch ist es in den frühen Abendstunden. Passiert werden auf der Tour

Wasserfälle und moosbewachsene Felswände ebenso wie Höhlen, in die die Boote auf Wunsch auch hineinfahren. Ein

Teil der Sumideroschlucht ist in einen privaten, kostenpflichtigen ökotouristischen Park umgewandelt worden 

Guanajuato Guanajuato, eine der schönsten kolonialen Städte des Landes, liegt inmitten eines Tals in über 2000 m Höhe

Zur Atmosphäre der Universitätsstadt (150000 Ew.) tragen kleine plazas, ein Gewirr enger Gassen mit altem

Kopfsteinpflaster und steiler Treppen sowie bunt gekalkte Hausfassaden bei. Durch ein trockengelegtes Flussbett wie

durch ehemalige Minenschächte schlängeln sich unterirdische Straßen - überbaut und auch durch die Felsen gesprengt.

Am besten fährt man mit dem Taxi vom Stadtrand zum zentralen Platz durch die düster-romantischen Straßen.

Das ganze Jahr über geben Musiker ihr Stelldichein am Pavillon des Zentralplatzes, in Guanajuato Jardín de la Unión

genannt.

Die Stadt ist eine Schatzkammer an Kirchen und kolonialen Gebäuden, Überbleibsel des ehemaligen Reichtums: Die

Spanier hatten hier mehrere große Silberminen entdeckt. An die Bergwerkstradition erinnern die auf vielen Plätzen als

Pflanztröge aufgestellten Loren mit Blumen und Lorbeerbäumen.  Strände Ixtapas größtes Plus sind die breiten,

sauberen, unberührten Sandstrände. Wem die Playa Palmar, an der Hotelzone gelegen, zu betriebsam ist, weicht aus auf

die von Felsen gerahmte Playa Hermosa im Süden. In Zihuatanejo wartet die Playa La Ropa mit preiswerten

Wassersportangeboten und mehreren Strandrestaurants. Am südlichen Ende der Bucht von Zihuatanejo locken an der

Playa Las Gatas weißer Korallensand und beste Schnorchelbedingungen. Für ein paar US-Dollar fahren Boote hinaus (ab

Embarcadero Municipal Zihuatanejo). Von der Playa Quieta nördlich der Hotelzone starten die Boote von „Cooperativo“ zur

kleinen, bewaldeten Isla Ixtapa, bewohnt von Leguanen und Rehwild. Vier Strände laden zum Sonnenbaden ein; in

romantischen Strandrestaurants werden frische Fische und exotische Drinks serviert. Beste Schnorchelbedingungen

bietet die Playa Coral.  Museo Iconográfico de Quijote

In Guanajuato lebt der spanische Dichter Miguel de Cervantes weiter. Die Stadt begeht jedes Jahr im Oktober das

Cervantes-Festival mit Theateraufführungen sowie Jazz und klassischer Musik. Das Museum, ein vornehm restaurierten

Kolonialgebäude, zeigt Bilder und kostbare Erstausgaben von Don Quijote. Die Exponate aus drei Jahrhunderten sind

eine Schenkung des 1941 nach Mexiko emigrierten Spaniers Eulalio Ferrer.   Cuetzalán del Progreso

180 km nordöstlich von Puebla liegt das malerische Bergdorf Cuetzalán, Zentrum von Nahua- und Totonakenindianern,

umgeben von Kaffeeplantagen. Häufige Regenfälle schufen eine üppig grünende Umgebung, die im Kontrast steht zur

gepflegten Kolonialatmosphäre der 1547 gegründeten Siedlung. > Felsenspringer

Die auf unzähligen Acapulcoplakaten spektakulär vom 42 m hohen Quebradafelsen kopfüber in eine enge Meeresbucht

stürzenden clavadistas können täglich live erlebt werden. Die beste Sicht auf die mit Flutlicht erhellte Szenerie eröffnet

sich von den Terrassen des Restaurants La Perl

 

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